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Selektion (Evolution) ArtikelDie biologische Selektion (soviel wie Auswahl) ist gemäß der Evolutionslehre ein wesentlicher Mechanismus in der evolutionären Entwicklung von Lebewesen.
Der Begriff beschreibt schlagwortartig, dass es einen Überlebensvorteil für die Lebewesen gibt, die an Umweltbedingungen besser angepasst sind als ihre Konkurrenten.
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Andere anstelle von Selektion benutzte Begriffe sind
- natürliche Auslese oder Zuchtwahl
- Überleben der Geeignetsten oder Bestangepassten (englisch Survival of the fittest)
- Kampf ums Dasein
Der Begriff der natürlichen Selektion wurde erstmals von Charles Darwin in seiner Formulierung der Evolutionstheorie vorgestellt.
Buch-Tipp: Die sexuelle Evolution. Partnerwahl und die Entstehung des Geistes. Äußerst lesenswert. Doch was lernen wir daraus? Miller beschreibt, wie sich das menschliche Gehirn in dem Rahmen eines evolutiven Selbstläuferprozess durch sexuelle Selektion entwickelt haben könnte. Die von ihm vorgetragenen Argumente aus dem Bereich der Evolutionären Psychologie klingen überzeugend.
Die sexuelle Selektion wird aber gemäß... |
Evolutionstheorie nach Darwin |
- Diese beschreibt zwei Schritte:
Buch-Tipp: Evolutionsbiologie Ein sehr gutes Buch Alleine schon die Autorenschaft bürgt für Kompetenz und beste Machart. Ein sehr spamnnendes und vielschichtiges Buch mit Breite und Tiefe. Es ist spannend zu lesen und ich benutze es als Nachschlagewerk. Bei meiner Arbeit auf den Gebieten Systematik, Taxonomie und molekulare Phylogenie war es bereits sehr hilfreich. |
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Es findet eine Überproduktion von Nachkommen statt, die sich in dem Phänotyp (Aufbau, Stoffwechsel) von ihren Eltern kleinfügig unterscheiden.
Diese Variation ist durch Veränderungen des Genotyps, d. h. in dem Erbgut, bedingt.
Das Erbgut selbst verändert sich rein zufällig, etwa durch Mutation oder Rekombination.
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In der Konkurrenz um die vorhandenen Nahrungsquellen, Geschlechtspartner, gegen Fressfeinde oder Krankheitserreger steht jedes Lebewesen in einem stetigen Wettstreit:
- Es kommt zu einer Konkurrenz zwischen Individuen derselben Art.
- Es kommt zu einer Konkurrenz zwischen Individuen verschiedener Arten.
Außerdem kommt es zu einer Auseinandersetzung mit der unbelebten Umwelt (z. B. Klima).Jede Population weist aufgrund der genannten Variation innerhalb gewisser Grenzen eine Vielfalt in dem Erbmaterial und damit auch in dem Erscheinungsbild der einzelnen Individuen auf.
Somit ist die Wahrscheinlichkeit der Individuen, in ihrer Umwelt erfolgreich zu überleben, nicht gleich verteilt.
Manche Individuen besitzen aufgrund ihres Erbgutes eine erhöhte Überlebenswahrscheinlichkeit, und somit eine höhere Wahrscheinlichkeit, sich zu vermehren.
Dieses Ungleichgewicht bildet die Voraussetzung für den natürlichen Auslesevorgang.
Dieser Auswahlschritt erfolgt zwangsläufig, d. h. ohne ein vorher geplanteAbsicht, und ist dennoch in der Lage, besser angepasste Individuen hervorzubringen.
Der überlebende Teil dieser Generation ist, statistisch gesehen, besser an die Umwelt angepasst gewesen, und kann sein Erbgut an die folgende Generation weitergeben.
Durch diesen schrittweisen Prozess werden Merkmalen ausgewählt, die einer Population das erfolgreichere Überleben sichern.
Individuen, die in diesem stetigen Kampf ums Dasein bestehen, vermehren sich und damit ihre Erbinformation.
Im Verlauf von Generationen führt dieser Ablauf zu einer fortwährenden allmählichen Abänderung des Erbguts und infolge dessen des Erscheinungsbildes.
Dieser Ablauf wird dann als Makroevolution genannt, und man erkennt nach genügend langer Zeit die Entstehung neuer Arten.
Buch-Tipp: Evolutionstheorien. In den Natur- und Sozialwissenschaften (Campus Einführungen) Verständliche Wissensaufbereitung Die Reihe „Einführungen" in dem Campus Verlag bietet zu moderaten Preisen handliche Büchlein zwischen 150 und 200 Seiten. Die Gestaltung ist zwar etwas bieder, schulbuchmässig mit einzelnen Illustrationen und den berüchtigten „Kästchen" für das Wichtige. Wenn alle Themen dieser Reihe so vorbildlich... |
Erweiterte Evolutionstheorie (Neo-Darwinismus) | |
Berücksichtigung der modernen Erkenntnisse der Genetik, der Populationen, Ethologie und Ökologie. Siehe z. B. Hardy-Weinberg-Gleichgewicht
Man kennt fünf Arten der Selektion: stabilisierende Selektion, disruptive Selektion, gerichtete Selektion, sexuelle Selektion und künstliche Selektion.
Buch-Tipp: Genetic Algorithms Das Buch " Genetic Algorithms" ist leider ohne Beschreibung. Klicken Sie auf den Link über diesem Text um zu der Seite des Buchhändlers zu gelangen. Beim Klicken ö ffnet sich automatich ein neues Fenster mit dem Entsprechenden Buch. |
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Der menschlichen Erfahrung sind reine Ursache-Wirkungsketten (Kausalität) leichter zugänglich als Zufallsprozesse oder, wie in dem Falle der Evolution, Prozesse in denen Zufall und Notwendigkeit zusammen wirken.
Da die Evolution auf intuitiv nicht leicht fassbaren Prozessen basiert, gibt es häufig missverständliche Darstellungen oder Ansichten.
Dies kann dann zu einer Ablehnung der Theorie führen.
Buch-Tipp: Herkunft und Zukunft des Menschen Eine Beschreibung zum Buch " Herkunft und Zukunft des Menschen" finden Sie auf der Seite des Buchhändlers. Um dorthin zu gelangen klicken Sie bitte auf den Link oberhalb von diesem Text. Sie werden automatisch zu diesem Buchtitel weiter geleitet. |
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- "Die natürliche Selektion stellt einen Prozeß dar, der ebenso einfach wie überzeugend ist, so daß es eigentlich ein Rätsel ist, warum es fast 80 Jahre dauerte, bis er von den Evolutionisten allgemein angenommen wurde.... Es ist für einige Biologen schwer zu verstehen, daß die natürliche Selektion streng genommen überhaupt kein Auswahlverfahren ist, sondern eher ein Eliminierungsverfahren. Es sind die am wenigsten gut angepaßten Individuen jeder Generation, die eliminiert werden, während diejenigen, die besser angepaßt sind, eine größere Überlebenschance haben." (Ernst Mayr)
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